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Spiegelpalast Klessens - Malle

"Der Spiegelpalast"

Spiegelzelte wurden um 1900 in Belgien als mobile Tanzpaläste gebaut. Die vielen Spiegel ermöglichten einen ungestörten Augenkontakt mit anderen Besuchern.
Die Spiegelzelte wurden zum Treffpunkt von Nachtfaltern, Herzendieben und Traumjägern. Sie wurden zur Legende und damit zum Symbol des wilden Nachtlebens in der AZeit des "Fin de siècle".

Wir schreiben das Jahr 1912, als Willem Klessens als junger Mann aus der Niederlanden über die Grenz ins belgische Lommel kam. Er heiratete Amelia Kaers und verdiente seinen Lebensunterhalt als Wagenmacher und Tischler.
Eines Tages ließ sich der Antwerpener Oscar Horebeke mit seinem Spiegelzelt und der Tanzorgel in Lommel nieder.

Er betrieb nicht nur die Kirmesgeschäft, sondern bot auch das gesamte Material zum Kauf an. Willem war zunächst nur an der Orgel interessiert für sein Café mit Tanzsaal, ewarb dann jedoch den gesamten Handel, und so kam alles ins Rollen..

1920 wurde das erste Spiegelzelt vollständig renoviert und auf den Namen "Kempisch danspaleis" getauft. Mit diesem Zelt wurde von Kirmes zu Kirmes gereist im Gebiet Lommel - Mol - Balen.

Der Bau eines neuen Zeltes ließ nicht lange auf sich warten. 1930 wurde das "Nova Danssalon" in Angriff genommen, das Paradepferd, das bald in ganz Flandern zu bewundern war.

Sohn August übernahm den Zeltebetrieb und reiste, gemeinsam mit seiner Frau Lucienne und ihren neuen Kindern, jahrelang von Kirmes zu Kirmes.

Sie betrieben die Zelte in erster Linie selbst und spielten zu Beginn mit der Großen Decap-Orgel "De Kempenaar".
In der Nachkriegzeit begann mit den Aufkommen der Lifemusik die Hochkonjunktur für die Spiegelzelte mit Auftritten der besten Orchester aus dem In- und Ausland. Unter anderem fuhr "Johnny Hoes" mit "Gusje Klessens" 6 Jahre lang die Kirmessen ab.

Sie kauften noch einige Zelte hinzu, wie "De Lust", "Cristal Palace", "Victoria", "Pigalle". August erhielt prompt den Namen "König der Spiegelzelte".

1984 übergab August das Ruder an seinen Sohn Rik Klessens. Dieser zog nun nicht mehr mit seiner Frau Liliane einfach von Kirmes zu Kirmes, sondern immer weiter über die Grenzen auf der Suche nach neuen Horizonten, um ihre prächtigen Musterbeispiele der Volksbelustigung und Privatveranstaltungen oder als Restaurant-Theater für Dinnershows anzubieten.

Dank der belgischen Familie Klessens sind die alten Spiegelpälaste nicht in Vergessenheit geraten. Gemaß einer langjährigen Familientradition strahlen die alten Spiegelzelte immer noch die Pracht und der Prunk von einst aus. Die reiche Ausstattung mit geschliffen Spiegeln, Bleiverglasungen als überbleibsel eines verschwunden Regenbogens, die handwerklichen Holzschnitzarbeiten, die überfülle an Kristall und Samt mit goldenen Stickereien sind die restaurierte Schatzkammer des Verlangens.

Andere Möglichkeiten

   Fertigung







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Spiegelpalast "Het Spiegelpaleis"
Industrieweg 13
2390 Malle
Belgien

Tel.: 32.3.311.69.10
Fax: 32.3.311.69.51

E-mail: spiegelpaleis@spiegeltent.be

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